treibsound

joachim unger, christian giljum, margit schoberleitner

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joachim unger, christian giljum, margit schoberleitner

„De Wöt gheat gmoit net nua ångschaut.“ Mit im Waldviertel verwurzelten Texten wirft die Wiener Dialektband Treibsound ihre musikalischen Farben an die noch spärlich bemalten Wände des Mundartpops in Österreich. Mehrstimmiger Gesang trifft dabei auf vielschichtige Klangkompositionen von Gitarre, Bass und Percussion und erzeugt einen Sog aus Sprachbildern, der zum Eintauchen einlädt.

Erinnert der lyrische Tiefgang der Texte bisweilen an Georg Danzer, Ludwig Hirsch oder H.C. Artmann, so kreisen die Lieder innerhalb der stilistischen Bandbreite von Pop bis Jazz und wecken Assoziationen zu 5/8erl in Ehren, HMBC oder Birgit Denk. In der Klanglichkeit ihres Dialekts liegt dabei ein eigener Reiz zwischen Vertrautem und doch Neuem, der den Zuhörer charmant fragt: „Derfs a bissal mehr seï?“

Booking/Kontakt: dahoam@treibsound.at

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In Vorbereitung …

2016

18.12. CD-Release „Soundkistn“
18.11. Absolventenfest Langenlois
23.10. Isolde Kerndl & Treibsound, Halle Bruderndorf
22.09. „Dialektlesungsmusik“, Café Anno
08.09. „Stü, stad & leis“, Mikes Werkstatt
01.04. „Koa Scherz“, Irrlicht
28.03. „Oa hea“, Tachles
05.03. Treibsound „Ned dahoam #2“, Kulturbar Konrad
05.02. Treibsound „Ned dahoam #1“, Shakespeare

2015

07.12. Treibsound @ Irrlicht, Irrlicht
11.11. Wohnzimmerkonzert 7*Stern, Siebenstern
10.07. Treibsound & Wiener Blond, Szene Wien
16.03. „Musik am Montag“, Kulisse Wien
06.02. Treibsound, Konzertcafé Schmid Hansl

2014

06.12. „Neichs Gwånd-Tour“, Mikes Werkstatt
08.11. „Neichs Gwånd-Tour“, Siebenstern
10.10. „Neichs Gwånd-Tour“, Irrlicht

zuahean

auredn

Treibsound
Wurmsergasse 39/20
1150 Wien

dahoam@treibsound.at

wo aundas

auschaun

nåchlesn

Siaße Luft, wir gspian di, wia Sun auf unsra Haut. Siaßa Duft, wir ziagn di eï. Gebn di frei und singan dabei: Sauerstoff, siaße Luft. I hoff, meï Atem gibt da Raum Außn Haut, innen Klång. De Stimm fångt ån si moi zu traun.
Wir atmen eï und aus, und gspian wias in uns schwingt. De Stimm wird frei und draus wåchst Språch, de in uns klingt. CO2 kitzelts Ohr. I hoff, meï Trommel spånnt des Fö. Außn Haut, innen Klång. De Noten tånzn auf da Stö. …
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Siaße Luft

Siaße Luft, wir gspian di, wia Sun auf unsra Haut. Siaßa Duft, wir ziagn di eï. Gebn di frei und singan dabei: Sauerstoff, siaße Luft. I hoff, meï Atem gibt da Raum Außn Haut, innen Klång. De Stimm fångt ån si moi zu traun. Wir atmen eï und aus, und gspian wias in uns schwingt. De Stimm wird frei und draus wåchst Språch, de in uns klingt. CO2 kitzelts Ohr. I hoff, meï Trommel spånnt des Fö. Außn Haut, innen Klång. De Noten tånzn auf da Stö. Wir atmen eï und aus, und gspian wias in uns schwingt. De Stimm wird frei und draus wåchst Språch, de in uns klingt. Hean, wias uns ruaft, de siaße Luft. Uns lockt deï Duft, du siaße Luft. Siaße Luft, wir gspian di, wia Sun auf unsra Haut. Siaßa Duft, wir ziagn di eï. Gebn di frei und singan dabei: Vibration, siaßa Ton. I hoff, meï Bandl gibt di frei. Außn Haut, innen Klång. De Schwingung oiwei mit dabei. Wir atmen eï und aus, und gspian wias in uns schwingt. De Stimm wird frei und draus wåchst Språch, de in uns klingt. Hean, wias uns ruaft, de siaße Luft. Uns lockt deï Duft, du siaße Luft. Hean, wias uns ruaft, de Lebenslust. Uns lockt deï Duft, du siaße Luft.
Schau wieda moi ois nåß. Da Regn heat ned auf und beißat I ins Grås, dånn hätt I Ångst, dass I dasauf. Am Hintakopf då klopfts und eina wü da Grant. Vam Hüme oba tropfts ins Gnack gånz ungalant.
Wia I då so steh, recht zwida uncharmant, då kummt de Summasun und mant: „Regn ma uns moi åb und gspian `n Regn! Wei des bissal Nåß giaßt jå des Lebn im Summaregn.“ …
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Summaregn

Schau wieda moi ois nåß. Da Regn heat ned auf und beißat I ins Grås, dånn hätt I Ångst, dass I dasauf. Am Hintakopf då klopfts und eina wü da Grant. Vam Hüme oba tropfts ins Gnack gånz ungalant. Wia I då so steh, recht zwida uncharmant, då kummt de Summasun und mant: „Regn ma uns moi åb und gspian `n Regn! Wei des bissal Nåß giaßt jå des Lebn im Summaregn.“ Wo kummtn des jetzt her? Gråd vorher wårs nu blau. De dunklen Woikn va då obn braucht jetzt goa koa Sau. Mei Dreck der gheat nua mia, damit I sudan kånn. Warum schifft mi jetzt wea vam Hüme ån? Und wia I då so steh, recht zwida uncharmant, då kummt de Summasun und mant: „Regn ma uns moi åb und gspian `n Regn! Wei des bissal Nåß giaßt jå des Lebn im Summaregn.“ Im Summaregn geht da Dreck åb. Im Sudaleben, glei ums Eck, då tånzt im Regn, ohne Gwicht, a neiches Leben. Und wird de Haut a bissal feicht, wird oides Gwicht auf oamoi leicht. Und ois in uns wü si bewegn, im Summaregn.
Vor långer Zeit woan du und i in oana Wöt ohne Horizont. In am grenzenlosen Lånd håmma gemeinsåm bliaht und koa End woa in Sicht. Nua irgendwånn håt si wås tau. Im Bodn plötzlich Riss und Foitn! Wir woitn weitaziagn nua vor uns woa a Schlucht. De kunnt uns spoitn!
Vor uns woat des Leben, hinta uns nua Pampa! Alloa spring I daneben! Vor uns woat des Leben, hinta uns nua Pampa! Såg, bist du meï Jolly Jumpa? …
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Tråg mi

Vor långer Zeit woan du und i in oana Wöt ohne Horizont. In am grenzenlosen Lånd håmma gemeinsåm bliaht und koa End woa in Sicht. Nua irgendwånn håt si wås tau. Im Bodn plötzlich Riss und Foitn! Wir woitn weitaziagn nua vor uns woa a Schlucht. De kunnt uns spoitn! Vor uns woat des Leben, hinta uns nua Pampa! Alloa spring I daneben! Vor uns woat des Leben, hinta uns nua Pampa! Såg, bist du meï Jolly Jumpa? Tråg mi auf deim Ruckn! Wei zu zweit samma schnölla, ois da Schåttn, zum Sprung bereit! Das des, wås oamoi bliaht håt, in dem Klima zwischen uns, jetzt gråd ned wåchst, miaß ma akzeptian. Und trotzdem hoff i drauf, dass du den Sprung mit mia måchst! Des Leben is koa Comic Buach, gråd zwischn seine Büda liegt da Wert! Söbst Lucky Luke kummt ned recht weit, ohne seï Pferd! Vor uns woat des Leben, hinta uns nua Pampa! Alloa spring I daneben! Vor uns woat des Leben, hinta uns nua Pampa! Såg, bist du meï Jolly Jumpa? Tråg mi auf deim Ruckn! Wei zu zweit samma schnölla, ois da Schåttn, zum Sprung bereit! Im Sprung nåch vorn, merk ma erst wås ma gspian. A Schlucht is koa Grund, um si darin zu valian! I loahn mi ån deï Schuita und vatrau, dass ma auf da åndan Seitn wieda låndn kånn.
Am Friedhof va Hernals geh I gern spaziern. Zwischen de Todn kånn i s’Leben bessa gspian. Wei gråd de Lebatn sand oft so grau, dass I koa Fårb mea siag, a wånn I gründlich schau.
Hea de råbenschwårzn Bam, dazähln G’schichtn vam Hoamdrahn. Und de blumumkränztn Stoa, sand wia Deckn für de stadn Boa. Grauumrahmte Wöt, der da Fårbkontrast nua föht. Auf di wårt a Melodie, reißt di außa aus da Lethargie. …
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Wåch auf

Am Friedhof va Hernals geh I gern spaziern. Zwischen de Todn kånn i s’Leben bessa gspian. Wei gråd de Lebatn sand oft so grau, dass I koa Fårb mea siag, a wånn I gründlich schau. Hea de råbenschwårzn Bam, dazähln G’schichtn vam Hoamdrahn. Und de blumumkränztn Stoa, sand wia Deckn für de stadn Boa. Grauumrahmte Wöt, der da Fårbkontrast nua föht. Auf di wårt a Melodie, reißt di außa aus da Lethargie. Drum wåch auf graus Wean, dann moi I di ån. Laa üba deine Dächa am Morgn, an Kübe mit Fårbn. Wir singan: Wåch auf graus Wean, mei Stimm weckt di schau. Vatreibt va deine Dächa des Grau und drunta schimmerts rot, göb und blau. Am Friedhof va Hernals tat I mi valiebn. Zwischen de Toten håt mas Gfü nu ned vatriebn. Wei grod de Lebatn rennan oft blind im grauen Trott dahin, wos aufschaun ned gelingt. Hea de råbenschwårzn Bam, dazähln G’schichtn vam Hoamdrahn. Und de blumumkränztn Stoa, sand wia Deckn für de stadn Boa. Grauumrahmte Wöt, der da Fårbkontrast nua föht. Auf di wårt a Melodie, reißt di außa aus da Lethargie. Drum wåch auf graus Wean, dann moi I di ån. Laa üba deine Dächa am Morgn, an Kübe mit Fårbn. Wir singan: Wåch auf graus Wean, mei Stimm weckt di schau. Vatreibt va deine Dächa des Grau und drunta schimmerts rot, göb und blau. Unta de Dächa nu neamt wåch. Ziag eich, mit Fårbn, a heimlichs Låchn nåch. Långsam wåchts auf und schauts eich ån, gspiats ålle Fårbn und moits de Wöt damit ån. Drum wåch auf graus Wean, dann moi ma di ån. Laan üba deine Dächa am Morgn an Kübe mit Fårbn. Wåch auf graus Wean, da Klång weckt di schau. Vatreibt va deine Dächa des Grau, mit Fårbn fångt ois ån.
Schädlweh … Schädlweh, den gånzn Morgn håb I schau Schädlweh. Den gånzn Morgn fråg I mi: Woan’s de Bier va gestan Nåcht, håb 4 vatrågn?
Woa’s de Watschn va da Frau, de I ångråbn? Woa’s de Schlägarei kurz drauf? - Ihr Habara ned schwåch… Meï Gitarr håt mi guat gschützt, jetzt håts a Loch. …
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Schädlweh

Schädlweh … Schädlweh, den gånzn Morgn håb I schau Schädlweh. Den gånzn Morgn fråg I mi: Woan’s de Bier va gestan Nåcht, håb 4 vatrågn? Woa’s de Watschn va da Frau, de I ångråbn? Woa’s de Schlägarei kurz drauf? - Ihr Habara ned schwåch… Meï Gitarr håt mi guat gschützt, jetzt håts a Loch. Oh Schädlweh … Schädlweh, den gånzn Morgn håb I schau Schädlweh. Den gånzn Morgn fråg I mi: Woa’s de Tschick am Radl hoam? – Sie woa recht siaß. Oda doch da BMW, dea aus da Einbåhn schiaßt? Woa’s da Sturz dånn ohne Höm, dea mi mit Schmerzn stråft? I woaß eigentlich a ned, wer nebn mia schlåft… Oh Schädlweh … Irgendwia bleibt nua a Loch in da Gitarr, im Kopf. Und doch glaub I, de Frau, då nebn mia, gheat zu da Watschn kurz vor 4. Ois in mia wü nua a Ruah, va da gestrigen Tortur. Drah mi um, realisier: Ihr Habara liegt a neben mia. Oh Schädlweh …
Wia lång bleibm ma steh und schau'n zua, wer wia geht? Ånstått de Schuach söba zu schnian, den Schriat noch vorn moi zu riskian. Wei ma woaß nia, wia långs nu hoit und wånns zafoit des Grüst, des ma åls Leb'n bezeichnen, bau ma doch gemeinsåm drån.
Wia lång samma schau då? Und wievü Zeit vableibt uns nu? Kreist in da Fråg, drum denk ned drån, bevor du hängst in deine Tåg. …
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Ångst

Wia lång bleibm ma steh und schau'n zua, wer wia geht? Ånstått de Schuach söba zu schnian, den Schriat noch vorn moi zu riskian. Wei ma woaß nia, wia långs nu hoit und wånns zafoit des Grüst, des ma åls Leb'n bezeichnen, bau ma doch gemeinsåm drån. Wia lång samma schau då? Und wievü Zeit vableibt uns nu? Kreist in da Fråg, drum denk ned drån, bevor du hängst in deine Tåg. Wei wånn du glaubst und wånn du moanst, dass du wås lenkst, wånn du drin bohrst, dånn schau da ån, auf wås du triffst. Es is dëi Ångst, de du umschiffst. Wei ma woaß nia, wia långs nu hoit und wånns zafoit des Grüst, des ma åls Leb'n bezeichnen, bau ma doch gemeinsåm drån. Drum gib ma deï Hånd, låss di treibn und jedes Neulånd, is a Ort zum Bleibn. Wia lång suach ma z'såmm, nåch am Ort ohne Zwång, der nia endt, und nix ånders åls Zufriedenheit im Dåseï kennt. Oft varennt ma si' beim Schaun und ma heat auf den Ort zu baun. Und am End bleibt gråd der z'ruck, dea si vor da Ångst nua druckt. Und ma woaß nia, wia långs nu hoit und wånns zafoit des Grüst, des ma åls Leb'n bezeichnen, bau ma doch gemeinsåm drån. Drum gib ma deï Hånd, låss di treibn und jedes Neulånd, is a Ort zum Bleibn. Wia lång varennst du di, bevorst dakennst, dass du net ois lenkst und nua mit deina Ångst di beschränkst? Sie fållt di ån und du fållst hi. Sie gibt koa Ruah und gibt koan Sinn Sie nimmt da ois und nimmt nu mea. Sie schreit nåch Ghea, pleat wia a G’wehr. Sie schiaßt mit Druck, schiaßt übas Zü. Sie g'spiat wås föht und dia is z'vü. Drum måch ihr, auf låss sie in's Haus. Ihr wohnts jetzt z’såm und neamt ziagt aus. Und wånn's herin is, gibt's a Ruah und håt vam Ångst måchn glei gmua. Und unbeschränkt vasinkst du dånn mit guatm G'füh im Weltenklång. Wia lång varennst du di, bevorst dakennst, dass du net ois lenkst und nua mit deina Ångst di beschränkst?
Hoits du mi, dånn hoit I di! Loan di oamoi ån! Augn zua, nua nix schaun! Denk ned oamoi drån! Kopf aus, nix toa traun!
Råst di aus! Da Weg nu lång. Bremst ned åb, dånn brichst boid zåm. Bleib steh, dånn hoit I di eh, wia du mi jo a! …
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Hoit

Hoits du mi, dånn hoit I di! Loan di oamoi ån! Augn zua, nua nix schaun! Denk ned oamoi drån! Kopf aus, nix toa traun! Råst di aus! Da Weg nu lång. Bremst ned åb, dånn brichst boid zåm. Bleib steh, dånn hoit I di eh, wia du mi jo a! Låss ois oamoi geh! Låss ois liegn und steh! Leg dei Zeig moi åb! Reicht jå, bist moi då! Råst di aus! Da Weg nu lång. Bremst ned åb, dånn brichst boid zåm. Bleib steh, dånn hoit I di eh, wia du mi jo a! Wei hoits du mi, dånn hoit I di.
Obn va da Höh zum Grund, is’ långsåm Geï oft xund! Drum bleib moi öfta steh, damit du gspiast: Es bleibt jå Zeit zum Weitageï! I såg da: Grundl ned so umadum na grundl ned! In dem See bist eh schau gschwumma.
Grundl ned, war jå bled, hättast du jetzt nix vam Summa! Låss di moi geï! Drum leg dein Kopf in Sånd und låss moi liegn deï Gwånd! Brauchst nu koan eignen Gång, wei jå de Zeit zum Weitageï is eh nu lång. …
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Grundlsee

Obn va da Höh zum Grund, is’ långsåm Geï oft xund! Drum bleib moi öfta steh, damit du gspiast: Es bleibt jå Zeit zum Weitageï! I såg da: Grundl ned so umadum na grundl ned! In dem See bist eh schau gschwumma. Grundl ned, war jå bled, hättast du jetzt nix vam Summa! Låss di moi geï! Drum leg dein Kopf in Sånd und låss moi liegn deï Gwånd! Brauchst nu koan eignen Gång, wei jå de Zeit zum Weitageï is eh nu lång. Am Grundlsee, koa Grund zum Geï!
Zwischen uns a tiafa Gråbn. De Bruckn drüba liegt zaschlågn. Stoa nebn Stoa, am Bodn. Nimmst du mi amoi in Årm? Zoagst ma’n Weg wånn I valoan? Frågn nebn Frågn, koa Zorn.
Sågst du irgendwånn: „Kumm hoam“, zu mia? „Kumm hoam zu mia ins wir!“ Lern ma irgendwånn vanånd, mehr zu gspian ois da Vastånd? Gfü nebn Gfü, vawåndt. …
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Hoam

Zwischen uns a tiafa Gråbn. De Bruckn drüba liegt zaschlågn. Stoa nebn Stoa, am Bodn. Nimmst du mi amoi in Årm? Zoagst ma’n Weg wånn I valoan? Frågn nebn Frågn, koa Zorn. Sågst du irgendwånn: „Kumm hoam“, zu mia? „Kumm hoam zu mia ins wir!“ Lern ma irgendwånn vanånd, mehr zu gspian ois da Vastånd? Gfü nebn Gfü, vawåndt. Wei i gspia: Da Bua in mia, sehnt si nåch dia. Er glaubt nu drån, dass a Våta zu dia sågn kånn! Dass a Våta sågn kånn. In mia drin, a kloana Bua. nua du wüst vam Kind a Ruah. Wort nebn Wort frågt nu: Sågst du irgendwånn: „Kumm hoam“, zu mia? „Kumm hoam zu mia ins wir!“
Kumm siaßes Lebn! Kumm zårte Ruah! Kumm scheene Leichtigkeit!
Des Lebn in mia hängt ån am Strick. Durt hängts schau lång. Und redt koa Wort, sågt ned, wers aufghängt håt. Es riaht si ned, is tot! …
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Scheene Leichtigkeit

Kumm siaßes Lebn! Kumm zårte Ruah! Kumm scheene Leichtigkeit! Des Lebn in mia hängt ån am Strick. Durt hängts schau lång. Und redt koa Wort, sågt ned, wers aufghängt håt. Es riaht si ned, is tot! Scheene Leich, wånn wåchst du auf? Da Frühling voa da Tia. Scheene Leich, häng di moi aus! Und tånz an Woiza nua mit mia. Des Lebn in mia dawiagt si söbst. Zwoa Händ fest uman Hois. Es redt ned vü, sågt ned, wea zåmdruckt håt. Nua in mia drin is tot! Scheene Leich, wånn wåchst du auf? Da Frühling voa da Tia. Scheene Leich, häng di moi aus! Und tånz an Woiza nua mit mia. Auf oamoi ruckts und kämpft gegens gach Sterbn. Da Strick dea ruckt kånns eï- und ausatmen hean. Sie håt de Wöt nu sicha ned aufgebn und singt: „Kumm siaßes Lebn! Kumm zårte Ruah! Kumm scheene Leich“ Du bist schau auf! Da Frühling in da Tia. Scheene Leich, jetzt håst an Lauf! Drum tånz an Woiza nua mit mia! Kumm siaßes Lebn! Kumm zårte Ruah! Kumm scheene Leichtigkeit!
Schauts, i bin da Soundkistnking! I håb a Burg aus Swing, und ausm Turm erklingt meï Stimm: „In meina Kistn bin i King! Nua hätt i schau a bissal Plåtz, für oan vagråbnen Schåtz, mit dem i mein Thron teil’n tat. Alloa regiern is fad!“
Gråb mi durch dein Sound. Am aundan End find i deï Hånd. Zoag da dånn meï Burg. Soundkistnking and Queen, des klingt guat! …
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Soundkistn

Schauts, i bin da Soundkistnking! I håb a Burg aus Swing, und ausm Turm erklingt meï Stimm: „In meina Kistn bin i King! Nua hätt i schau a bissal Plåtz, für oan vagråbnen Schåtz, mit dem i mein Thron teil’n tat. Alloa regiern is fad!“ Gråb mi durch dein Sound. Am aundan End find i deï Hånd. Zoag da dånn meï Burg. Soundkistnking and Queen, des klingt guat! Schauts, då kummt de Soundkistnqueen! Sie håt a Schloss voi Stil,und mit Humor erklingt ihr Stimm: „In meina Kistn bin i Queen! Nua hätt i schau a bissal Plåtz, für oan vagråbnen Schåtz, mit dem i mein Thron teil’n tat. Alloa regiern is fad!“ Sie gråbt si durch mein Sound! Am aundan End findt sie meï Hånd. Zoagt ma dånn ihr Schloss. Soundkistnqueen and King, des war wås!? A Kistn volla Sound. Voi bis ån ihr’n Rånd. Heats, wia jetzt de Soundkistn klingt! Wia sie im Rhythmus schwingt. Und ausm Sound gråbn si zwoa Stimm: „De Kistn braucht koan King! Koa Queen, koane Kategorien! Steckt so vü mehr dånn drin. Nimm da a Schaufe und dånn kumm, gråb deï Wötbüd um! Gråb di durch dein Sound! Am aundan End wårt neiches Lånd! Durt zoagt si a Wöt, wos spün mitm Sound alloa gmua zöht! In da Kistn volla Sound. Oba ohne Rånd.
Åbschied va am Palindrom. Meï Gfü für di håt si vaschobn. Nur långsam gspiats des Loch, des bleibt, und sehnt si nåch da oidn Zeit.
Håt doch James Blake schau dåmois gwusst, dass ois moi Grenzen håt, oft unbewusst. Herz gegen Kopf, neamt gwinnt am Schluss. Wei wer gibt gern auf? Schmeck nu dein Kuss. …
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Palindrom

Åbschied va am Palindrom. Meï Gfü für di håt si vaschobn. Nur långsam gspiats des Loch, des bleibt, und sehnt si nåch da oidn Zeit. Håt doch James Blake schau dåmois gwusst, dass ois moi Grenzen håt, oft unbewusst. Herz gegen Kopf, neamt gwinnt am Schluss. Wei wer gibt gern auf? Schmeck nu dein Kuss. Du bist a Drachn ån da Schnua, a Erinnerung, de steigt. I låss di aus, wei unsa Weg gemeinsåm zweigt jetzt åb. Und långsam steigst du nåch obn. Und långsam bist du du meim Herz entflogn. So vü va dir, des jetzt schau föht. Deï Låchn wår a eigne Wöt. I woaß, de meine suacht ihrn Ort. Nur s’Wissen alloa is nur a Wort. Woit fliagn mit dir, håb koan Wind gfüht. Woa gfånga in meim eignen Büd. I håb Ångst ghåbt vor da Freiheit, wia a Panther hinta Stäben. Drache zreiß mein Käfig wei Gfångenschåft is nix fürs Leben. Du bist a Drachn ån da Schnua, a Erinnerung, de steigt. I låss di aus, wei unsa Weg gemeinsåm zweigt jetzt åb. Und långsam steigst du nåch obn. Und långsam bist du du meim Herz entflogn.
Du stehst gaunz am Ånfång. Koan Deut und koa Gspia. Greifst eini in d’Nesseln, brennts eh Nua OiS Wia. „Wo sand ålle åndan?“, frågst Richtungsvermeida. Und tiaf in dia drin glaubst: Nau Olle Schau Weita.
Nåch Norden, nåch Osten, nåch Süden, nåch Westen. Wohi soi ma geï? Wo is’n am besten? Nåch Westen, nåch Süden, nåch Osten, nåch Norden. De Nådl zoagts ån, geh hi, suach de Fårben. …
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NOSW

Du stehst gaunz am Ånfång. Koan Deut und koa Gspia. Greifst eini in d’Nesseln, brennts eh Nua OiS Wia. „Wo sand ålle åndan?“, frågst Richtungsvermeida. Und tiaf in dia drin glaubst: Nau Olle Schau Weita. Nåch Norden, nåch Osten, nåch Süden, nåch Westen. Wohi soi ma geï? Wo is’n am besten? Nåch Westen, nåch Süden, nåch Osten, nåch Norden. De Nådl zoagts ån, geh hi, suach de Fårben. Du schliaßt jetzt de Augn, suachst Ruah und a Gspia. Und lauschst deina Luft, Oundas Seï Woitast Nia. Und laungsam findst zruck, de Knia nimma weich. Schaust aussi in d’Wöd, Ois Sunn, Weißlich Neich. Nåch Osten, nåch Süden, nåch Westen, nåch Norden. Wer sogt wohi's geht? Wo is unser Morgen? Nåch Norden, nåch Westen, nåch Süden, nåch Osten. Wei wånnst di bewegst, wern leichta de Låstn. Drum gehst in a Richtung. Hoffst: Då samma boid. Und långsåm wiast miad. San Wåndrer Ned Oid? Des Aufsteh wird schwara. Mi'm Packl im Schnowe trogst deine Fiaß weita. Sicha Wüst Nimma Owe. Nåch Süden, nåch Westen, nåch Norden, nåch Osten. Såg wia und wohi! A Richtung soist kosten! Nåch Osten, nåch Norden, nåch Westen, nåch Süden. Geh oiwei gråd weita und håb a Vergnügen! Bist fåst schau am End, gånz windstü de Dächa. Du woaßt, boid is aus. Wei Nix Onders Sicha. Findst doch nu n’Frieden, mit dia in de Wöön Låsst glücklich di treiben. Wia Neich Olle Söön Nåch Westen, nåch Norden, nåch Osten, nåch Süden. Du gehst und bewegst di, des Leb'n wüst üben. Nåch Süden, nåch Osten, nåch Norden, nåch Westen. Kummst nirgendwo ån, weis Geï is am bestn. Nåch Norden, nåch Osten, nåch Süden, nåch Westen. NOSW.
wei ois is do, wos vorher net wor